Die Träumer des Eidolon, auch einfach nur Träumer genannt, sind keine Organisation im üblichen Sinne. Sie sind Individuen mit besonderen Fähigkeiten. Diese zeigen sich normalerweise in Form von Telepathie oder Telekinese. In seltenen Fällen kann es auch zu einer körperlichen Manifestation des Willens kommen, nicht unähnlich dem Ki einiger Mönche.
Wann die Ersten von ihnen auftauchten, ist nicht bekannt, da kaum Aufzeichnungen über sie existieren. Außerhalb ihrer kleinen Gruppen sind sie beinahe unbekannt. Für den normalen, und auch die meisten geübten Betrachter sind ihre Fähigkeiten von arkaner oder göttlicher Magie nicht zu unterscheiden. Sie selbst wissen jedoch, dass ihre Fähigkeiten einen anderen Ursprung haben. Ihre Macht ist weder angeboren noch erlernt. Träumer kommen bei nahezu allen Völkern vor, jedoch scheinen jene mit stärkerer Bindung zu Magie, wie Elfen, Gnome und Tieflinge, die meisten von ihnen hervorzubringen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es viele von ihnen gibt – ganz im Gegenteil. Es gibt immer wieder Jahre oder gar Jahrzehnte, in denen kein neuer Träumer zu entstehen scheint.
Die Art und Weise ihrer Entstehung ist jedoch immer gleich: Bei allen treten starke Kopfschmerzen auf, die nach einigen Momenten zur Bewusstlosigkeit führen. Nach ein bis zwei Tagen kommen sie wieder zu sich, wobei ihre ersten Worte „Saphir Eidolon“ sind. Davon wurde auch ihre Bezeichnung abgeleitet. Einige, jedoch nicht alle, zeigen daraufhin kleine körperliche Veränderungen, wie z. B. blau leuchtende Augen. Jeder Träumer weiß nach seinem Erwachen scheinbar instinktiv, was mit ihm passiert ist. Jedoch bleibt auch ihnen verborgen, worum es sich beim Eidolon handelt. Theorien reichen von einem mächtigen Magier über einen toten Gott bis zu einer Anomalie im magischen Netz selbst. Die wenigen existierenden Aufzeichnungen ergeben weder eine besondere Zeit noch einen besonderen Ort, an dem ein Träumer entsteht.
In den Tagen nach seinem Erwachen überkommt ihn ein Drang, andere Träumer zu suchen. Dadurch entstehen kleine Gruppen, die sich wiederum zu größeren Gruppen zusammenschließen, sollten sie sich begegnen. Dabei finden sich jedoch selten mehr als ein Dutzend Träumer zusammen. Mit Außenstehenden unterhalten sie sich nur selten über ihr Erwachen.