Kandoran
S

Selaris Elememnor

Organisation · Wächter & Bewahrer

Art
Wächter / Bewahrer
Sitz
Die Nie enden wollende Bibliothek, Linvaliant (Alt-Kandoran)
Namensgeberin
Miazana Elememnor, Schöpferin der Elememnorkristalle

Die Selaris Elememnor sind eine bedeutende Gruppierung unter den Elfen in Linvaliant, die sich der Wahrung und Bewahrung von Wissen verschrieben hat. Sie wurden nach Miazana Elememnor benannt, einer herausragenden Magierin, die die so genannten Elememnorkristalle erschuf. Diese Kristalle sind fähig, in Büchern niedergeschriebenes Wissen zu speichern und bei Bedarf wieder in speziell präparierte Bücher zu übertragen.

Die Gründung der Selaris Elememnor erfolgte einige Jahrhunderte nach den Selaris Eldrahir, als man erkannte, dass wichtige Informationen und Wissen häufig verloren gingen, da sie nur innerhalb der einzelnen Elfenfamilien geteilt und aufbewahrt wurden. Zudem wurde festgestellt, dass physische Texte und Schriften im Laufe der Zeit brüchig und unlesbar wurden.

Die Selaris Elememnor, die mehrheitlich aus Magiern bestehen, fungieren als Hüter des Wissens. Sie erstellen neue Kristalle, übertragen Informationen aus Papierdokumenten in die Kristalle und erfüllen Anfragen von Besuchern, die nach Wissen suchen. Allerdings ist nicht jedes Wissen frei zugänglich: Besonders gefährliche Schriften und die sogenannten „roten Kristalle“ werden in geheimen Gewölben unter dem Turm aufbewahrt.

In der jüngeren Geschichte der Selaris Elememnor gab es mehrere Versuche, die Wissenskristalle zu stehlen. Als Konsequenz hieraus wurde entschieden, keine Nichtelfen mehr in die Gruppierung aufzunehmen. Um Diebstähle zu verhindern, werden bei Verstößen die Erinnerungen der Täter entfernt.

Die See'lagiea Mondra'ir, eine Untergruppierung der Selaris Elememnor, hat sich auf die Sicherung seltener Schriften außerhalb des Elfenreichs spezialisiert. Sie sorgen zudem dafür, dass die Wissenskristalle nie außerhalb des Eldrahir Illuvainen getragen werden, und sichern oder zerstören gefährliche Schriften und Artefakte. Sie arbeiten größtenteils im Verborgenen und nutzen verschiedene Täuschungsmethoden, um unerkannt zu bleiben.

Die Nie enden wollende Bibliothek

Die Bibliothek befindet sich in einem hohlen Baum in der Stadt Linvaliant. Die Magie des Herzens des Waldes hält diesen am Leben, wie es alles in seiner unmittelbaren Umgebung am Leben erhält. Viele Elfen vermuten, dass sie Samen von eben jenen „Herzen des Waldes“ sind, doch dies sind nur Vermutungen, allenfalls Mythen. Solche und weitere werden in der „Nie enden wollenden Bibliothek“ aufbewahrt.

Das Innere des Baumes ist durch spiralförmige Treppen und mehrere Ebenen gekennzeichnet, die sich scheinbar unendlich durch den Stamm erstrecken. Eine verzierte Tür ohne Schloss verbirgt den Zugang zum „Roten Gewölbe“ unterhalb des Baumes. Nur wenige Elfen wissen davon, und für Außenstehende ist es völlig unbekannt. Daher gibt es viele Spekulationen über das, was sich hinter dieser Tür verbirgt.

Die Elememnor Kristalle, die das Wissen der Elfen enthalten, sind in kleinen Vertiefungen im Baumstamm gelagert. Jeder Alkoven hat eine kurze Beschreibung des Inhalts des jeweiligen Kristalls. Der Zugang zu diesen Kristallen ist nur den Selaris Elememnor gestattet, die bei Anfragen die relevanten Schriften für die Fragenden auswählen.

Zum Lesen der Kristalle gibt es einen speziellen Bereich, wo speziell präparierte Bücher mit Aussparungen für die Kristalle bereitgestellt werden. Diese Bücher sind an Ketten befestigt, um einen Verlust der Kristalle zu verhindern. Aus diesem Grund sind stets mehrere Selaris Elememnor vor Ort, um die Halle zu überwachen, und Besucher werden nach jedem Besuch durchsucht. Das Vertrauen der Elfen reicht nicht so weit, dass sie den Schutz ihrer größten Schätze, neben dem Herzen des Waldes, riskieren würden. Die Selaris Elememnor sehen es als Ehre an, in der „Nie enden wollenden Bibliothek“ zu dienen.

Man kann spekulieren, wie die Bibliothek zu diesem Namen gekommen ist: Entweder liegt es daran, dass man ihr Ende nicht sehen kann, oder aber der nicht enden wollende Zustrom an immer neuen Schriften sorgte für diesen Namen.

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